Trotz Rückzugs-Erwägung: Langenhan holt mit vier Bahnrekorden Deutschlands erstes Gold

upday.com 5 godzin temu
Max Langenhan wird nach seinem Olympiasieg von Teamkollege Felix Loch gratuliert (Symbolbild) (Photo by Al Bello/Getty Images) Getty Images

Max Langenhan hat trotz massiver Nackenprobleme Olympia-Gold im Rodeln gewonnen. Der 26-jährige Weltmeister aus Ernstroda in Thüringen sicherte Deutschland die erste Goldmedaille bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo – und das mit vier Bahnrekorden in vier Läufen.

Langenhan siegte mit einem Vorsprung von 0,596 Sekunden vor dem Österreicher Jonas Müller. Bronze ging an den Italiener Dominik Fischnaller, der bereits vor vier Jahren in Peking Dritter wurde. Auf der 1.445 Meter langen, neu gebauten Eisbahn erreichte Langenhan Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h.

Der Triumph hätte beinahe nicht stattgefunden. Ein steifer Hals schränkte Langenhan so stark ein, dass er einen Rückzug erwog. Nur lange Massagen machten den Start überhaupt möglich. «Ich wollte hier bei Olympia vier perfekte Läufe hinlegen. Diese Chance wurde mir mit dem steifen Hals genommen. Ich war froh, dass ich den Hals überhaupt ein wenig bewegen konnte», sagte der 1,90 Meter große Athlet. Eine Spritze zur Muskelentspannung hielt er für den zweiten Wettkampftag oder den Notfall bereit.

Loch verpasst erhofftes Edelmetall

Felix Loch aus Berchtesgaden erlebte bei seinen fünften Winterspielen eine herbe Enttäuschung. Der 36-jährige Weltcup-Führende wurde nur Sechster. In zwei Läufen touchierte er die Bande an der Startrampe. «Es war ein minimaler Streif, der kostet nicht so viel Zeit. Die Zeit verliere ich von oben nach unten», analysierte Loch. Über das Material sagte er: «Es scheint vielleicht nicht genau das richtige Set-up zu sein. Schade, dass es gerade bei Olympia passiert.»

Trotz seiner eigenen Enttäuschung lobte der in Thüringen geborene Loch den neuen Olympiasieger: «Er ist einfach ein cooler Hund. Das hat er schon oft bewiesen.» Nach dem Rennen umarmte ihn sein Vater Norbert. Timon Grancagnolo aus Chemnitz belegte Platz neun.

Hackl-Drama am Wettkampftag

Rodel-Ikone Georg Hackl erlebte am Morgen des Finals einen schweren Sturz. Der erfolgreichste Rodler der Olympia-Geschichte mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen stürzte beim Frauentraining knapp zwei Meter tief in einen Schacht und kugelte sich die Schulter aus. «Ich bin in eine Lücke dieses Steges geraten und in einen Schacht knapp zwei Meter in die Tiefe gestürzt. So gesehen hatte ich noch Glück im Unglück», berichtete Hackl.

Dank Schmerzmitteln konnte «Schorsch» Hackl die Klinik verlassen und das Finale verfolgen. «Ich wurde medizinisch hervorragend versorgt und bekam gute Schmerzmittel. Es ist einigermaßen erträglich», sagte er dem ZDF. Der österreichische Verbandsarzt Stefan Neuhüttler hatte ihm die Medikamente verabreicht. Hackl war 2022 vom deutschen zum österreichischen Verband gewechselt.

Rund 100 Fans aus der Heimat feierten Langenhan in den Dolomiten. Die Unterstützer – darunter seine Eltern, vier Geschwister und Freundin Susanne – waren über Innsbruck angereist und verbringen eine Woche in Welsberg-Taisten im Pustertal. Mit einem gemieteten Großbus sind sie in der Region unterwegs. Langenhan beschrieb die Unterstützung als «Wahnsinn». Sein Manager Jens Roß sagte der «Südthüringer Zeitung»: «Er ist ein Teamplayer in einer Einzelsportart, nimmt sich ganz bewusst Zeit für Kinder, für Fans, für Sponsoren, ja für alle.» Am 21. Februar, dem vorletzten Olympiatag, feiert Langenhan seinen 27. Geburtstag.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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